Mein erster Inline Skating Marathon ist vorbei.
Und was für einer!
Nach meinem ersten Rennen bei einem Halbmarathon im letzten Jahr hatte ich mir heuer die volle Distanz vorgenommen. Aber schon beim Verlassen des Hauses war klar, dass die Hoffnung auf trockenes Wetter vergebens war.
Es regnete schon da. Es regnete beim Start. Und im Laufe des Rennens wurde der Regen sogar noch stärker.
Entsprechend reduziert war auch das Starterfeld. Der Start erfolgte gestaffelt. Zuerst die Handbiker, dann die Profi-Herren, die Profi-Damen und dann erst der Rest der Herren.
Die ersten Meter waren schon eine Herausforderung. Nur kurzes Antauchen war möglich. War der Winkel zu groß ging es nahtlos vom Rollen ins Wegrutschen über. Und sehr bald tauchte noch ein weiteres Problem in Form von Straßenbahnschienen auf. Das nasse Metall zeigte einen besonders hohen Rutschfaktor. Es zeigte sich aber, dass die Strecke noch viel mehr anzubieten hatte. Denn in der Folge wurde die Strecke abschüssig. Im Hinunterfahren gab es dann eine Kurve und in der Kurve galt es Schienen zu überqueren. Stress pur. Mein einziger Sturz erfolgte dann aber an einer anderen, wenn auch ähnlichen Stelle. Dort ging die Kurve mit Schienen in ein Bergaufstück über. Dabei hatte ich aber noch Glück. Denn später im Rennen fielen mir andere Skater auf, die nur noch einen Schuh an hatten, den anderen aber in der Hand, den mit einer ziemlich schiefen Schiene. Unfahrbar sozusagen. Trotz manch
brenzlicher Situation überstand ich die 5 Runden bzw. 39,5 km mit Anstand in 2 Stunden 6 Minuten als 201. Durchnässt und müde, aber auch glücklich und stolz.
Geblieben ist jedenfalls eine neue Erfahrung was die Möglichkeiten und Grenzen des Inline Skatings betrifft aber auch was die persönliche Leistungsfähigkeit betrifft. Geblieben ist auch zusätzliche Arbeit um die beleidigten Kugellager wieder halbwegs zu restaurieren, ziemlich nasse Schuhe und nasse Sachen.
Schade war dann zum Abschluss noch, dass die offiziellen Ergebnisse auch eine halbe Stunde nach Ende des Rennens noch immer nicht veröffentlicht waren. Auf mein Ergebnis musste ich schließlich bis Montag spätabends warten, da die Internetseite den ganzen Tag über auf jeweils später vertröstete.
Aber in Summe überwiegt doch die Freude und das Gefühl, dass es Spaß
gemacht hat. Und ich denke im nächsten Jahr werde ich wieder dabei sein.
Hoffentlich etwas schneller als diesmal.