Logo

Banner

Friday Night Skate

Weite

Weite

Weiter:


zum Drucken

Allgemeines:

Suchen
 

Hauptthemen:

Entwicklung
Gedanken
Unser Baum
Reisen
Links
Änderungen
Plan aller Seiten

Pfad:

weghofer.at
Gedanken
Friday Night Skate


 

Erdacht im September 2000

Auf 8 Rollen durch die Wiener Nacht

 

Werbe-Flyer für das Friday-Night-Skate in Wien

  Da steh ich nun, ich armer Tor, und weiß nicht, was geht mit mir vor.

Welcher Teufel hat mich da wohl geritten. Da steh ich nun auf dem Heldenplatz, um mich herum eine ganze Reihe von Skatern. Aber keiner, der mir irgendwann vorher schon einmal begegnet wäre. Noch ist Zeit bis zum Aufbruch. Noch ist Zeit, die Skates wieder einzupacken und von dannen zu ziehen.

Aber da vorne ist Thomas. Na wenigstens einer. Viel Zeit hat er ja nicht für mich. Immerhin gehört er zur Organisation. Aber jetzt, da ich schon mal mit ihm gesprochen habe, kann ich wohl auch keinen Rückzieher mehr machen. Also: Wann geht es denn nun endlich los.

Ah, die Ansprache fehlt noch. Christoph Chorherr, von den Grünen, erklärt noch, wo es heute hingeht, und dass ein altes Versprechen für die Einladung zu einem Kinofilm beim nächsten oder übernächsten Night-Skate eingelöst werden wird.

Und dann geht es doch endlich los. Es ist zwar mittlerweile schon kurz nach 22:00 Uhr. Aber jetzt kann der Spaß beginnen

Vorne weg fahren Polizisten auf Motorrädern und Skater von der Organisation. Diese Vorhut hat auch einiges zu tun. Alle Kreuzungen auf der Strecke müssen abgesperrt werden. Im Voraus und bis alle Skater durch sind. Es soll ja kein Unfall mit den Autos, die sonst jene Flächen beanspruchen, die in dieser Nacht und für kurze Zeit für uns Skater reserviert werden.

 

  Für den Anfang bin ich wohl mittendrin eingestiegen. Ich bin umringt von Skatern.

Ein neues Gefühl für mich. Sonst bin ich immer allein unterwegs. Wenn ich durch den Prater oder über die Donauinsel rolle, dann sind dort auch oft viele Menschen. Aber selten sind die in der gleichen Geschwindigkeit und Richtung wie ich unterwegs. 

Wolfgang mit Inline-Skates auf den Straßen von Wien beim Friday Night Skate
(Geschossen von Andreas Kreuzinger)

Jedenfalls habe ich schon Angenehmeres erlebt. Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass von links und rechts diverse Füße mit Rollschuhen herankommen, wo Mit-Skater eben Körperkraft in Vorwärts-Geschwindigkeit umsetzen.

Auf dem Ring ist schon einmal sehr angenehm, wie der Asphalt beschaffen ist. Zumindest auf der mittleren Fahrspur ist der Belag sehr glatt. Es ist ein angenehmes Fahren. 

   

Die Geschwindigkeit ist ebenfalls erträglich. Meine Befürchtungen, dass es für mein Können viel zu rasch gehen wird, bestätigen sich nicht. Es ist ein angenehmes Dahinrollen. Große Kraft-Anstrengungen sind zum Glück nicht notwendig.

Hin und wieder kommt eine Straßenbahn-Schiene in die Quere. Aber auch hier ergeben sich keine wirklichen Probleme. Alle Schienen erlauben es, einfach in Schrittstellung drüberzurollen. Keine bildet sich ein, allzuweit über das Straßenniveau hinausragen zu müssen.

Es geht den Ring entlang. Bis zum Kai kann ich mich dann doch bis fast zur Spitze vorarbeiten. Nicht das Tempo wäre das Problem. Aber es sind doch sehr viele unterwegs (Irgendwo höre ich dann etwas von 700), und da ist es nicht immer einfach eine Lücke zum Überholen zu finden.

Vorne fährt ein Streifenwagen. Die Polizei gibt das Tempo vor, das die Spitze fahren darf. Hin und wieder werden Stops eingelegt. Das scheint zum einen dazu zu dienen, dass die Motorräder und die Skater der Organisation wieder nach vorne kommen können. Andererseits wird das Skater-Feld damit auch wieder kompakter. Für stark befahrene Kreuzungen wird dadurch die Zeit der Sperre möglichst kurz gehalten.

Es geht die Wienzeile hinaus. Aus dem Theater an der Wien strömen gerade die Theater-Besucher heraus. Die werden wohl etwas länger auf ein Taxi warten müssen. Dafür haben sie hier ein Schauspiel ganz anderer Art.

Das letzte Stück bis zum Bahnhof Hütteldorf zeigt dann der Streifenwagen, dass er doch ein paar Pferdestärken mehr unter der Haube hat. Hier ist so richtig Platz zum dahinrollen. Hier ist es aber auch notwendig, die innere Heizung stärker aufzudrehen. Die Außentemperatur ist doch spürbar tiefer als im Zentrum. Und der Wind bläst auch noch aus der falschen Richtung. 

Für das Zurückfahren ist der Wind dann aber wieder richtig. In der Gegenrichtung geht es leicht Bergab und der Wind schiebt an. Da rollen die Schuhe ja schon fast von allein. 

Die erste Zeit nach der Kehre bietet sich auf der anderen Seite der Wien das Bild jenes Staus, der durch den Friday Night Skate verursacht wird. Auch zu dieser späten Stunde scheinen viele Autos die Westausfahrt anzustreben. 

Ein herzliches Dankeschön von dieser Stelle für das Verständnis, das von den Autofahrern für diese Veranstaltung aufgebracht wird.

Nach knapp zwei Stunden rollen wir wieder auf den Heldenplatz. Es war ein schönes Erlebnis. Es waren 25 interessante Kilometer. Ich hoffe, dass es den Friday Night Skate auch im nächsten Jahr geben wird.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Arbeit der Organisation und der Polizei wirklich hervorragend ist. Als Teilnehmer merkt man lediglich, dass diese herumwuseln und das Ergebnis. Die Strecke war durchwegs frei zu befahren. Ihnen ist es zu verdanken, dass man sich als Teilnehmer dem Genuss des Dahinrollens widmen kann. Danke.

 

 

 

 

Friday Night Skate

 

 

© Wolfgang Weghofer 2000-2007, A-1030 Wien (wenn nicht anders angeführt)
    webmaster (at) weghofer.at

Für die hier angebotenen Informationen beanspruche ich folgenden Haftungsausschluss [17].
Einer Verwendung der angebotenen Informationen stimme ich ausdrücklich zu, vorausgesetzt die Bedingungen der Open Publication License V1.0 (oder jünger) werden eingehalten. Die Open Publication  License findest du (allerdings nur in Englisch) unter http://www.opencontent.org/openpub/ [4]

Webspace von Haispeed.at

Aktualisiert am 2007-05-07