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Die Geschwindigkeit ist ebenfalls erträglich. Meine
Befürchtungen, dass es für mein Können viel zu rasch gehen
wird, bestätigen sich nicht. Es ist ein angenehmes Dahinrollen.
Große Kraft-Anstrengungen sind zum Glück nicht notwendig.
Hin und wieder kommt eine Straßenbahn-Schiene in die Quere.
Aber auch hier ergeben sich keine wirklichen Probleme. Alle
Schienen erlauben es, einfach in Schrittstellung drüberzurollen.
Keine bildet sich ein, allzuweit über das Straßenniveau
hinausragen zu müssen.
Es geht den Ring entlang. Bis zum Kai kann ich mich dann doch
bis fast zur Spitze vorarbeiten. Nicht das Tempo wäre das
Problem. Aber es sind doch sehr viele unterwegs (Irgendwo höre
ich dann etwas von 700), und da ist es nicht immer einfach eine
Lücke zum Überholen zu finden.
Vorne fährt ein Streifenwagen. Die Polizei gibt das Tempo vor,
das die Spitze fahren darf. Hin und wieder werden Stops eingelegt.
Das scheint zum einen dazu zu dienen, dass die Motorräder und die
Skater der Organisation wieder nach vorne kommen können.
Andererseits wird das Skater-Feld damit auch wieder kompakter.
Für stark befahrene Kreuzungen wird dadurch die Zeit der Sperre
möglichst kurz gehalten.
Es geht die Wienzeile hinaus. Aus dem Theater an der Wien
strömen gerade die Theater-Besucher heraus. Die werden wohl etwas
länger auf ein Taxi warten müssen. Dafür haben sie hier ein
Schauspiel ganz anderer Art.
Das letzte Stück bis zum Bahnhof Hütteldorf zeigt dann der
Streifenwagen, dass er doch ein paar Pferdestärken mehr unter der
Haube hat. Hier ist so richtig Platz zum dahinrollen. Hier ist es
aber auch notwendig, die innere Heizung stärker aufzudrehen. Die
Außentemperatur ist doch spürbar tiefer als im Zentrum. Und der
Wind bläst auch noch aus der falschen Richtung.
Für das Zurückfahren ist der Wind dann aber wieder richtig.
In der Gegenrichtung geht es leicht Bergab und der Wind schiebt
an. Da rollen die Schuhe ja schon fast von allein.
Die erste Zeit nach der Kehre bietet sich auf der anderen Seite
der Wien das Bild jenes Staus, der durch den Friday Night Skate
verursacht wird. Auch zu dieser späten Stunde scheinen viele
Autos die Westausfahrt anzustreben.
Ein herzliches Dankeschön von dieser Stelle für das
Verständnis, das von den Autofahrern für diese Veranstaltung
aufgebracht wird.
Nach knapp zwei Stunden rollen wir wieder auf den Heldenplatz.
Es war ein schönes Erlebnis. Es waren 25 interessante Kilometer.
Ich hoffe, dass es den Friday Night Skate auch im nächsten Jahr
geben wird.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Arbeit der
Organisation und der Polizei wirklich hervorragend ist. Als
Teilnehmer merkt man lediglich, dass diese herumwuseln und das
Ergebnis. Die Strecke war durchwegs frei zu befahren. Ihnen ist es
zu verdanken, dass man sich als Teilnehmer dem Genuss des
Dahinrollens widmen kann. Danke.
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