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Erdacht im Oktober 2000
Über Pflaster durch den 3. Bezirk
Der 3. Wiener Gemeindebezirk hat viele interessante Angebote.
Da gibt es die Landstraßer Hauptstraße mit ihren vielen
Geschäften.
Da gibt es das Hunderwasserhaus und das Kunsthaus Wien zur Begegnung mit
der Kunst.
Vor allem gibt es auch ein kleines Naherholungsgebiet, das sich über
die gesamte Länge des 3. Bezirkes dahinstreckt: Den Donaukanal und
sein Ufer. Auch wenn eine stark befahrene Straße den Zugang erschwert
und den Genuss dieses Ufers durch ihre Nähe etwas trübt, so kann
man dieses Ufer schon auch genießen.
Man sollte glauben, dass auch eine Skater-Seele, wie ich es bin, hier
voll auf seine Rechnung kommt. Eine schöne Strecke ohne Kreuzungen -
die Brücken unterführt - so richtig zum drauflos rollen.
Nur leider, leider haben sich die Verantwortlichen des Bezirks ein
paar unschöne Schikanen einfallen lassen, die ich hier zum Gegenstand
meiner Gedanken machen möchte.
Es ist nämlich so, dass man im 3. Bezirk schon fast von einer
Pflaster-Wut sprechen kann. So ist das nämlich.

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Es beginnt ja schon im Herzen des
Bezirks. Ein Großteil der Gehsteige in der Landstraßer
Hauptstraße.
Der gesamte Rochusplatz.
Oder wie im Bild links der Kardinal Nagl Platz.
Alle sind bereits mit der einen oder der anderen Art von
Pflasterung "verschönert".
Und soweit es einem als normalem Bürger dieser Stadt erkennbar
ist, so gehen alle Neu-Gestaltungen in diesem Bezirk quasi
automatisch mit gepflasterten Gehsteigen einher.
So gesehen zuletzt bei den Erneuerungen der Landstraßer
Hauptstraße zwischen Apostelgasse und Schlachthausgasse. |
| Dort hat sich dann noch nicht einmal
der Platz gefunden, um einen vernünftigen Radweg vorzusehen.
Für Skater ist das aber im 3. Bezirk ohnehin kein Vorteil.
Dort wo es Radwege gibt, wird ebenso fleißig gepflastert, wie
sonst eben die Gehsteige.
Mit dem Rad ist es ja weiter kein Problem. Da hat man ja große
Reifen und spürt die Pflaster nicht so. Obwohl ich mir auch mit
dem Rad einen angenehmeren Belag vorstellen kann. |

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Dieses Trauerspiel ließe sich noch mit vielen weiteren Beispielen
untermauern, die sich auf dem Radweg entlang des Donaukanals oder sonst
wo im 3. Bezirk finden lassen. Ein klares Bild ist aber, denke ich,
schon zu erkennen. Es
ist schade, dass diese Gelegenheit für eine Attraktion so versäumt
wird.
Und eine Änderung ist nicht zu erwarten. Eine Anfrage beim Wiener
Bürgerdienst hat sich als Fehlschlag erwiesen. Zwar gab es vom
Bürgerdienst wenigstens eine Reaktion (das ist durchaus nicht so
selbstverständlich, wie wir bei anderen Gelegenheiten erfahren
durften). Jedoch gab es nur eine unbefriedigende Erklärung (man könnte
auch sagen eine Ausrede) mit dem Zusatz, dass nicht daran gedacht wird,
diese Praxis zu ändern.
Zum Abschluss habe ich mir aber noch die Meisterleistung dieses
Bezirkes aufgehoben.
Sind die modernen Pflaster, die im Bezirk selbst vorherrschen, mit
Skates noch zu bewältigen.
Sind die Kopfsteinpflaster am Donaukanal normalerweise von
überschaubarer Größe und mit entsprechender Voraussicht und
gehöriger Vorsicht auch mit Skates überwindbar.
So zeigt das letzte Foto dieser Seite den Beginn jenes Teiles am
Donaukanal, der sich unter der Schnellbahnbrücke und der
Franzensbrücke hinstreckt. In Summe mindestens 100 Meter. Und alles mit
feinstem Kopfsteinpflaster.
Die Hölle für einen Skater.
Meinen "Dank" jedenfalls an die Verkehrsplaner des
Bezirkes!

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