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Besucht: November 2000 Die Unterstadt von Lissabon
Wenn man auf der Burg von Lissabon, dem Castelo de Sao Jorge, steht, dann hat meinen einen traumhaften Blick über das Zentrum dieser Stadt. Zwischen der Burg und der gegenüberliegenden Oberstadt (eigentlich liegt da ja noch der Chiado am Hang dazwischen, der am 25. 8. 1988 einen Großbrand erleben musste) liegt in einer kleinen Talsenke das eigentliche Zentrum von Lissabon: Die Baixa oder auf Deutsch (wenn der Reiseführer nicht lügt) eben einfach Unterstadt.
Zu Allerheiligen 1755 kam das Schicksal über Lissabon. Ein Erdbeben erschütterte die Stadt und brachte viele Häuser zum Einsturz. Damit nicht genug fegte eine riesige Flutwelle über das, was noch von der Stadt übrig blieb. Und Kerzen, die zum Gedenken an die Toten für Allerheiligen angezündet waren, verursachten zu guter Letzt noch einen gewaltigen Brand in den Resten der Stadt.
Am anderen, landeinwärts gelegenen, Ende der Baixa schließt ein großer Platz (gemeinsam mit einem zweiten, etwas kleineren, benachbarten Platz) dieses Ensemble ab. Dieser Platz hat den offiziellen Namen Praca de Dom Pedro IV. Bekannter scheint aber der inoffizielle Name Rossio zu sein. Sogar eine Metro-Station trägt diesen Namen, während der offizielle Name des Platzes im Metro-System von Lissabon nicht in Erscheinung tritt.
Die Baixa lädt insgesamt zum Flanieren ein. Es gibt hier eine Reihe von Geschäften, deren Auslagen man begutachten kann. Oder aber man genießt den Strom von Menschen, der einem in den Fußgängerzonen entgegenkommt. Einkaufen haben wir uns allerdings, so wie auch sonst im Zentrum einer Stadt, verkniffen. Etwas abseits und eigentlich schon außerhalb der Baixa, aber doch nah genug, liegt auch die Kathedrale von Lissabon, die Kirche Se Patriarchal. Für einen Besuch dieser Kirche reichte die Zeit dann aber doch nicht mehr. Einer von vielen Gründen, einen weiteren Besuch in Lissabon anzustreben.
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© Wolfgang Weghofer 2000-2007, A-1030 Wien (wenn nicht anders
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