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Besucht: November 2000 Der Tiergarten von Lissabon
Der Zoo hat seine eigene U-Bahn Station und ist daher sehr gut öffentlich zu erreichen. Ob er ebenso gut mit Parkplätzen ausgestattet ist haben wir daher nicht festgestellt.
Eine Fahrt mit dem wunderschönen Karussell musste aber doch sein und die Kinder haben es richtig genossen.
So führt über den gesamten Park eine kleine Seilbahn hinweg, von der aus man auf alles einen schönen Ausblick genießen kann. Eine ganz bequeme Art, den gesamten Tierpark überblicksmäßig durchzusehen und sich einen Eindruck von der Anlage zu verschaffen.
Wenn man so über die Krokodile hinwegschwebt, die an ihrem kleinen Teich in der Sonne "faulenzen".
Und hofft dann doch ganz insgeheim, dass die Anlage gut gewartet und auf letztem Stand ist, damit da nicht irrtümlich das Seil reißt und der eigenen Transportkorb vielleicht in eines dieser Gehege hinunterstürzt, man selbst dann unweigerlich zum Leckerbissen dieser wilden Tiere wird.
Man könnte sich da fast den Nashörnern anschließen, die sich da, ganz wie die Krokodile, recht faul in die Sonne gelegt haben und den Trubel des Tages einfach links liegen ließen. Friedlich sind sie halt doch noch am schönsten anzuschauen. Nach diesem Nervenkitzel sollen aber auch die anderen Bereiche des Zoos Erwähnung finden.
So findet sich in einem Eck gleich neben dem Eingang ein eigener Streichelzoo mit Pony, Ziegen, Lama und anderen zahmen Tieren, die sich auch (manchmal zumindest) streicheln lassen. Das macht den Kindern sichtlich Spaß und ist aus Sicht der Eltern gänzlich ungefährlich. Obwohl eine gewisse Umsicht auch hier nicht schadet. Denn immerhin sind diese Tiere ja doch eigenständige Lebewesen und als solche in gewissem Rahmen unberechenbar.
Und wenn dann auch noch der Papa dem Hausschwein der Anlage den Rücken grault, dann hat die ganze Familie so ihren Spaß dabei. Aber auch dafür ist im Grunde viel zu wenig Zeit, denn einige andere Attraktionen des Zoos warten noch auf ihre Entdeckung.
Bei den Seelöwen gibt es sogar zwei verschiedene Shows, bei denen man ihre schauspielerischen und artistischen Fähigkeiten bewundern kann. Zum einen gibt es eine Show direkt bei ihrem Gehege, wo sie die zuständigen Wärter, immer mit einer kleinen Fisch-Mahlzeit als Belohnung motiviert, die Tiere zu kleinen Kunststücken anleiten. Höhepunkt der Darbietung ist dann, dass die Hauptdarsteller gemeinsam mit den Wärtern das Gehege verlassen und die Zuschauern mit einem süßen Kuss beglücken. So mancher aus dem Publikum hat vor diesem Kuss dann doch zurückgeschreckt. Ich habe mir dieses Vergnügen jedoch gegönnt und muss sagen, dass das schon ein recht lustiges Gefühl ist, wenn sich diese stachelige Schnauze auf die Wange drückt.
Dann erst folgt die Darbietung der Delphine, die in dem großen Becken offensichtlich richtig Spaß bei den Vorführungen haben. Das Becken hat ein Seite mit Glas oder ähnlichem, so dass man auch in das Wasser hineinsieht und mitbekommt, was sich unter der Wasseroberfläche abspielt. Die Delphine schwimmen, tauchen und springen zum Gaudium der Zuschauer in diesem Becken herum. Wobei die Gäste in der ersten Reihe durchaus mit der Gefahr leben müssen, dass sie dann und wann mit Wasser bespritzt werden können. So hat jeder Bereich des Tiergartens seine schöne Seiten. Der Besuch macht der ganzen Familie, vor allem aber den Kinder auch recht Spaß.
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