Besucht: April 2000
Düsseldorf und seine Altstadt
Eine Konferenz stand wieder ins Haus. Diesmal eben in Düsseldorf. Das Programm
versprach jedoch wenig Zeit für andere Aktivitäten. Das heißt, wohl eher
keine Zeit für Stadtbesichtigungen. Aber dann war der Konferenztag doch eher zu
Ende, sodass ich noch Zeit fand, in die Altstadt von Düsseldorf zu spazieren
und einen Eindruck von dieser Stadt mitzunehmen.
Die Tour ging also vom Hotel Nikko weg und führte über die Königsallee (auch "Kö"
genannt) zur Rheinpromenade und durch die Altstadt.

Königsallee:
Nach einer kurzen Wanderung schon war die Königsallee erreicht. Der erste Eindruck
war eigentlich enttäuschend. Durch die stark befahrene Straße ergab sich doch
eine erhebliche Störung des Ensembles. Trotzdem ist die Königsallee
beeindruckend. Zwischen den Häuserfronten erstreckt sich ein breiter Grünstreifen
mit einem Gewässer in der Mitte.
Die Häuser bilden einen gewissen Kontrast, tragen aber doch sehr wesentlich zum
Gesamtbild bei. Hier kommt der Umstand zum Tragen, dass die Königsallee als
Einkaufsboulevard bekannt ist. In der Sehenswürdigkeiten-Liste
[2] der Stadt Düsseldorf
[1] ist
sogar die Rede von "Düsseldorfs Königsallee gilt mit ihren eleganten
Shoppingpassagen als einer der weltweit schönsten Boulevards...". Große
Einkaufszentren und andere große Gesellschaften prägen hier mit entsprechend
großen Gebäuden das Straßenbild.
Und doch fand ich es schade, dass das Promenieren entlang der Schaufenster eben durch eine
Straße vom Grün getrennt ist.
Rheinpromenade:
Von der Königsallee führt dann der Weg zunächst durch die Altstadt. Mein Ziel war
aber vorerst jenseits der Altstadt, der Burgplatz und der Zugang zum Rhein. Auf
einer alten Karte war hier noch eine Durchzugsstraße eingezeichnet, die
Altstadt und Rhein voneinander trennte. Hier ist zuletzt wohl eine wichtige
Verbesserung erfolgt. Die Straße wurde in einen Tunnel verbannt und die
Altstadt wieder an den Rhein herangeführt. Eine schön gestaltete Promenade lädt
hier nun zu einem gemütlichen Spaziergang. Viele Inline-Skater genießen das
Surren ihrer Rollen.
Der Blick auf den Rhein bietet ein eigenes Schauspiel. Er macht an dieser Stelle eine
ziemlich starke Kurve. Die schweren Lastkähne vollführen ein recht
interessantes Manöver, damit sie um diese Kurve kommen. Der Fluss ist aber zum
Glück sehr breit und bietet daher auch
reichlich Platz dafür. Überragt wird
das ganze Panorama vom Rheinturm. Von diesem hat man vermutlich einen tollen
Ausblick auf den Rhein, die Altstadt und den Rest von Düsseldorf.

Altstadt:
Auch in der Altstadt sind die Autos zum Glück nur spärlich. Große Teile sind nur für
Fußgänger vorgesehen. Die Wanderung durch die Altstadt profitiert davon. Und
in Summe haben die kleinen Altstadtgässchen viel mehr Charme ohne Automobile.
In diesem Bereich sind auch deutlich mehr Fußgänger anzutreffen.
Inwiefern hier Sehenswürdigkeiten zu finden sind, war mir angesichts der doch sehr
fortgeschrittenen Stunde nicht mehr wichtig. Viel wichtiger war, dass es in der
Altstadt sehr viele Lokale gibt.
Laut Sehenswürdigkeiten-Liste [2]
der Stadt Düsseldorf [1]
sogar etwa
260 urige Kneipen und gemütliche Bräuhäuser.
Ich
entschied mich schließlich für die Gasthausbrauerei "Zum Schlüssel".
Die Räume sind sehr urig
eingerichtet und haben Flair. Das Essen war deftig, aber gut. Und das Altbier
ließ sich ebenfalls sehr gut an.